Stephan Goerner

 

Biografie

Stephan Goerner wurde 1957 in Winterthur geboren. Er besuchte das dortige Konservatorium, wo er von Markus Stocker (Cello) und von Aida Stucki in der Kammermusik unterrichtet wurde. Diese brachte ihn mit ihrer Schülerin Anne-Sophie Mutter zusammen, mit der er verschiedene Konzerte in der Schweiz spielen konnte, so in Montreux, Genève und inBern.


1975 gewann er das Kiefer-Hablützel-Stipendium in Bern und ein Jahr später das Migros-Stipendium. Dieses ermöglichte ihm ein Weiterstudium an der Juilliard School of Music in New York bei Leonard Rose (Cello) und Kammermusik bei Robert Mann (Juilliard Quartet) und David Soyer (Guarneri Quartet). Nachhaltigen Einfluss auf seine künstlerische Entwicklung in Amerika hatten Meisterkurse und Begegnungen mit Rudolf Serkin, Pinchas Zukerman, Isaac Stern sowie Leslie Parnas.

Von 1980 -1982 bildete er sich beim französischen Cellisten Maurice Gendron am Conservatoire Supérieur in Paris weiter. 1982 wurde er in die Menuhin-Akademie in Gstaad aufgenommen, wo er von Yehudi Menuhin und Alberto Lysy unterrichtet wurde.


1983 gründete er das Carmina Streichquartett in Zürich. Das Quartett wurde von Sandor Végh (Végh Quartett), Walter Levin (LaSalle Quartet) sowie von Nikolaus Harnoncourt ausgebildet. Bereits 1983 gewann das Ensemble den Premier Grand Prix beim internationalen Kammermusik-Wettbewerb in Paris. Weitere grosse Preise folgten Schlag auf Schlag, so in Portsmouth, Vercelli, Salzburg, Banff und 1987 beim „Concorso-Borciani“ Quartetto italiano in Reggio Emilia. Seit 1995 ist er Lehrer für Kammermusik an der Zürcher Hochschule der Künste und seit 2004  Universitäts- professor für Streicher-Kammermusik und Klaviertrio an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Graz.


Seine pädagogische Tätigkeit fand Anerkennung im Zusammenhang mit der künstlerischen Laufbahn seiner Schüler, Casal Quartett (ECHO KLASSIK 2010), Amar Quartett (1. Preis beim Internationalen Streichquartettwettbewerb in Bubenreuth 1999, 2. Preis beim Concours de Genève 2001, 2. Preis beim internationalen Streichquartett-Wettbewerb Franz Schubert und die Musik der Moderne Graz, 2000, Millennium Award beim International String Quartet Competition, London, 2000), Galatea Quartett (2. Preis beim Concours de Genève 2006, 3. Preis beim International Chamber Music Competition Osaka 2008, Prix du Ministère de la Culture beim Concours de Bordeaux 2009), Rafale Trio (1. Preis am Concours national pour Trio instrumental Prix Geraldine Whittaker, 2. Preis beim Internationaler Commerzbank- Kammermusikpreis 2010, 1. Preis beim International Chamber Music Competition Melbourne 2011), García Abril Quartett (1. Preis beim Orpheus-Kammermusik-Wettbewerb Zürich 2007), Legend Pianotrio (1.Preis, Brahmswettbewerb in Pörtschach Österreich 2019).


1992 gründete Stephan Goerner die Kyburgiade, das erfolgreiche  Kammer-musikfestival im Schlosshof der Kyburg bei Winterthur, das unter seiner künstlerischen Leitung mit weitreichender Resonanz internationale Ensembles präsentierte. Siehe Album hier


Als Cellist des 1984 mit den Studienkollegen Matthias Enderle, Wendy Champney und der jung verstorbenen Geigerin Susanne Frank (1962-2017) gegründeten Carmina Quartetts ist Stephan Goerner in der Welt der Klassischen Musik ein Begriff. Die Formation gehörte schnell zu den erfolgreichsten ihrer Zeit. Für die internationale Resonanz legt auch eine umfangreiche Diskographie Zeugnis ab.  Sein umfassendes musikalisches Wissen und die immense Erfahrung trägt Goerner, nachdem eine Erkrankung  2016 seine aktive Karriere abrupt beendete, nach wie vor als gefragter Dozent weiter. Davon profitieren viele Quartette und Trios, zu deren Erfolg Stephan Goerner massgeblich beiträgt. Stephan Goerner unterrichtet an der ZHdK in Zürich und privat. Sein Interesse an musikologischen Themen reicht von den Fragen der Interpretation und Werkanalyse zu den Grundlagen des Musizierens im Ensemble und den Bedingungen des Konzertlebens. Er lebt in Zürich.



Kontakt:

stephan.goerner@bluewin.ch

+41 79 609 94 55



Links:

Carmina Quartett

Diskographie

Der Weg zurück ins Musikleben

ZHdK

Kyburgiade
Lehrangebote



Musik

                                          Brahms Piano Quartet op. 60, Andante:

                                          Kyoko Tabe, Matthias Enderle, Wendy Champney,

                                           Stephan Goerner



                                                 Dvorak, 1st movement from Piano Quintet Op. 81

                                        Teo Gheorghiu / Carmina Quartet




                                                 Boccherini - Fandango - Castanets

                                        Carmina Quartett







Forschung / Essay

Sense making and learning in complex organisations: the string quartet revisited

Musik – Zeit als Gefühlssache, Gespräch





„If so, i must say that i am a fan!

I love all your CDs! I found them on Spotify!

The Dvorák quartets are a revelation and also the Brahms album also the Bartók and the Schubert! I love all of them! You have the most beautiful cello solos that I've ever heard in the Dvorak piano quintet!“

David Bento, Violine